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Zur Krise des Dritten Weges

Umstellung der Kirchlichen Zusatzversorgung ohne Beschluss der Arbeitsrechtlichen Kommission

 

Neben dem Konflikt um die MAVO-Novellierung, dem betrieblichen Mitbestimmungsrecht in der katholischen Kirche, droht nun auch der Dritte Weg, die kirchenspezifische Methode zu Arbeitsrechtsregelungen zu kommen, in eine grundsätzliche Krise zu geraten.

Am 20.06.2002 hat die Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes (AK), die für die 475 000 Kolleginnen und Kollegen der Caritas das Arbeitsrecht gestaltet, in Mainz geschlossenen gegen die Art und Weise der beantragten Umstellung der zusätzlichen Altersversorgung von der Gesamtversorgung auf das kapitalgedeckte "Punktesystem" gestimmt.

Die Mitarbeitervertreter kritisierten vor allem, dass die Umstellung nach den gleichen Bedingungen erfolgen solle wie im öffentlichen Dienst, obwohl die deutlich bessere Finanzausstattung der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse in Köln eine günstigere Besitzstandswahrung für die 40- bis 55-jährigen erforderlich mache. Ein rechtskräftiger Beschluss kam somit nicht zustande.

Da die deutschen Bischöfe angeblich bei ihrer nächsten Zusammenkunft am 24.6.2002 die Satzung der kirchlichen Zusatzversorgungskasse in Köln auch ohne positiven Beschluss der AK auf das Punktesystem umstellen wollen, sieht die Mitarbeiterseite der AK den Dritten Weg in der Gefahr, von seinen Erfindern gründlich desavouiert und in die massivste Glaubwürdigkeitskrise seiner Geschichte geführt zu werden.

Weitere Informationen und Hintergrčnde im aktuellen AK-Info.

Thomas Schwendele
Mitglied der Arbeitsrechtlichen Kommission des DCV
Pressesprecher Dienstnehmerseite